09.07.16 – Endlich Profi

Ein erhebendes Gefühl.

 

Nicht, dass es nicht von Mal zu Mal besser ging und ich die Routine erhielt, die Maschine zu füllen, anzuschmeißen, aufzuziehen und los zu maschieren.

 

Die Pflanzenschutzmittel werden in einem 10 Liter Kanister angemischt, ausgerechnet werden anschließend die Anzahl von Spritzfüllungen, und dann die abgemessenen Liter einfach in die Spritze gegeben und mit Wasser aufgefüllt.

 

Kein lästiges PSM-Mitrumschleppen mehr, schnelleres Füllen der Spritze und damit eine Beschleunigung des Prozesses. Da finde ich mich wieder.

In der IT nennen wir so etwas die Prozessoptimierung und sie macht auch vor dem Weinberg nicht Halt.

 

24.06.16 – Wenn das Benzin ausgeht...

Waren heute wieder draußen. Mit den homöopathischen Mengen an Pflanzenschutzmittel, die ich für meine 30 ar benötige und den Worten meines Mannes: „und das hilft...?“ – Wenn ich mir das Ergebnis bislang ansehe, muss ich sagen: „ja!“

 

Erst denkt man, man hat sich verrechnet, stellt dann bald fest, dass das nicht der Fall ist, wundert sich aber noch, am Ende freut man sich. 

Nundenn, los gings, denn es waren für den Tag über 30 Grad gemeldet und die 26 Grad hatten wir bereits um 9 Uhr erreicht, als wir in den Reben ankamen.

 

17.06.16 - Grad noch...

Keine 8 Tage später und ich bin schon wieder hier. In den Reben zum Spritzen. Da kommen die Fragen von Familie und Freunden: „Was? Schon wieder?“

Ich hatte eigentlich auch so im Hirn, dass man etwa alle 10 – 12 Tage raus muss, aber ich habe ja gelernt: Dieses Jahr ist extrem. Haben ganz viele noch überhaupt so nicht erlebt.

 

Tja. Super Timing, Larissa!

 

11.06.16 – Wetterfrosch

bin mittlerweile ein halber Metereologe. Ich habe sämtliche Wettervorhersagen im Blick und könnte bald stundengenaue Auskunft geben, wann es wo wie viel regnet.

Unglaublich, wie schnell man sich in manchen Themen zum Experten entwickelt.

Ich bin schwer begeistert.

 

Also wusste ich bereits am Freitag, dass nur der Samstag morgen in Frage kommen würde für ein Spritzgang.

 

05.06.16 – Lasst den Spritzkrimi beginnen...

Das war was. Am Samstag, den 4.6., war ich wild entschlossen, zu spritzen. Musste...irgendwie...zwischen den angekündigten Regenschauern galt es, sich durch zu manövrieren.

 

Was allerdings leichter gesagt war als getan. Kaum war ich fertig mit Richten (Wasser, Abwiegen von Spritzmittel), hatte alles geladen, und es ging los. Leider fuhren nicht wir los, sondern es legte ein Regenschauer los, der sich gewaschen hatte. Also war nix mit Spritzen.

Weiterwarten hieß es. Aber an dem Tag wurde es nix mehr. Man braucht ca. 4 Stunden, um in die Reben zu fahren, zu spritzen und um es dann gut abgetrocknet zu wissen.