05.06.16 – Lasst den Spritzkrimi beginnen...

Das war was. Am Samstag, den 4.6., war ich wild entschlossen, zu spritzen. Musste...irgendwie...zwischen den angekündigten Regenschauern galt es, sich durch zu manövrieren.

 

Was allerdings leichter gesagt war als getan. Kaum war ich fertig mit Richten (Wasser, Abwiegen von Spritzmittel), hatte alles geladen, und es ging los. Leider fuhren nicht wir los, sondern es legte ein Regenschauer los, der sich gewaschen hatte. Also war nix mit Spritzen.

Weiterwarten hieß es. Aber an dem Tag wurde es nix mehr. Man braucht ca. 4 Stunden, um in die Reben zu fahren, zu spritzen und um es dann gut abgetrocknet zu wissen.

 

 

Das bedeutete für mich eine unruhige Nacht, weil ich genau wusste, dass ich am nächsten Tag früh rausmusste, um das nächste vorhergesagte Spritzfenster zu ergattern.

10 Uhr ging es also los.

War ja alles schon gepackt.

Ab in die Reben und Spritze füllen. Da wir dank des Regens genügend Wasser im Boden haben, wächst das Gras gerade in Hülle und Fülle. Ich müsste es eher Dschungel nennen.

Es ist kaum mehr ein Durchkommen in den Reben. Die Brennnesseln standen bereits hüfthoch, von einem Durchkommen konnte keine Rede mehr sein.

Sowas hatte ich – auch wenn ich erst auf eine kurze Historie zurückblicken kann – noch nicht erlebt.

Da wächst alles gefühlte 10 – 20 cm pro Tag. Klar, dass man da dann auch nicht mehr durchkommt.


Da hilft nur die Motorsense oder der AS-Mäher weiter.

Gesagt, getan, mein Mann musste ran. Er war so lieb, mit der Motorsense zumindest das Gröbste zu entfernen. Allerdings glich es eher einer Sisyphos-Arbeit, denn alles, was mein Mann geschnitten hatte, war eine Woche später wieder in gleichem Maße vorhanden.

 

Die Reben waren ja wie wild am Wachsen, also musste ich auch dementsprechend mit Litern auffahren. Um genau zu sein mit 70 Litern Wasser. Das bedeutet dann, die Spritze, die 16 Liter fasst, 5 Mal füllen.

 

Aber was soll’s, wat mut, dat mut...