11.06.16 – Wetterfrosch

bin mittlerweile ein halber Metereologe. Ich habe sämtliche Wettervorhersagen im Blick und könnte bald stundengenaue Auskunft geben, wann es wo wie viel regnet.

Unglaublich, wie schnell man sich in manchen Themen zum Experten entwickelt.

Ich bin schwer begeistert.

 

Also wusste ich bereits am Freitag, dass nur der Samstag morgen in Frage kommen würde für ein Spritzgang.

 

 

Zwischenzeitlich hatte ich mich mit den Pflanzenschutzmitteln vertraut gemacht. Was bedeutet Wirkstoffgruppe, Resistenzbildung, Ausweichmittel usw.

Ein Mal eine Excel angelegt, damit ich sie ja immer wieder verwenden kann, da jedes Mal neu rechnen, nicht so mein Ding ist.
So muss ich nur noch die Werte ablesen, eintragen, auf die Füllmenge von Spritztanks umrechnen und fini.

Alles fix und bereit.

 

Früh ging es demnach los, direkt nach dem Frühstück, denn man möchte es ja hinter sich bringen. Es gibt angenehmere Dinge in den Reben. Und mit der Romantik, die man oft mich Wein und Weinanbau in Verbindung bringt, hat das längst nichts mehr zu tun.

 

Seit ich nun selber Pflanzenschutz ausbringen muss, weiss ich Eines mit Sicherheit:

Kein Winzer spritzt mehr, als er unbedingt muss. Erstens ist die Arbeit wirklich zeitaufwändig, und zweitens nicht angenehm, denn man steht unweigerlich im Spritznebel und wenn man Pflanzenschutz ernst nimmt, dann sollte man sich entsprechend anziehen und das ist warm. Zweite Kleidergarnitur im Auto ist damit vorprogrammiert.